Der Wettbewerb

Die Europameisterschaft der böhmisch-mährischen Blasmusik versteht sich als Wettbewerb von hoher internationaler und künstlerischer Qualität. Er wird seit dem Jahr 2000 durch die Confédération Internationale des Sociétés Musicales (CISM), einem internationalen Musikbund, initiiert. Ins Leben gerufen hat diesen Wettbewerb Freek Mestrini, der jahrzehntelang 1. Flügelhornist im weltberühmten Blasorchester der „Original Egerländer Musikanten“ von Ernst Mosch war.

Es werden bewusst sehr hohe musikalische Anforderungen an die Teilnehmer gestellt. Zugelassen werden ausschließlich Orchester und Kapellen in der Besetzung der original böhmisch-mährischen Stilrichtung mit maximal 25 Instrumentalisten (ohne Leitung und Gesang). Die ausführenden Musiker müssen aktive Mitglieder des angemeldeten Orchesters sein. Berufsmusiker dürfen nur dann mitwirken, wenn sie bereits vor ihrer professionellen Laufbahn Mitglied des betreffenden Orchesters waren.

Zugelassen werden auch Orchester und Ensembles der Ausbildungsstätten für Musik, wie beispielsweise Musikhochschulen, Konservatorien, Fachakademien, Kirchenmusikschulen oder Hochschulen. Für den Wettbewerb werden die Orchester und Ensembles der böhmisch-mährischen Stilrichtung in folgende Leistungsstufen eingeteilt:

  • „A”– Höchststufe: höchste Ebene künstlerischer Anforderungen
  • „B”– Oberstufe: zweithöchste Ebene künstlerischer Anforderungen
  • „C”– Mittelstufe: mittlere Ebene künstlerischer Anforderungen

Der Europameistertitel kann in jeder Leistungsstufe vergeben werden. Dazu müssen jedoch mindestens 92 Punkte in der Höchststufe, 91 Punkte in der Oberstufe und 90 Punkte in der Mittelstufe erreicht werden.

Somit freuen wir uns auf 22 Kapellen aus ganz Europa, die neben dem Wertungsspiel im neu renovierten Kulturhaus Alt-Nagelberg auch ein Gastspiel am Festgelände in Brand geben werden. Als Höhepunkt am Sonntag Abend wird der frisch gebackene Europameister dann mit einem Abschlusskonzert der Veranstaltung die Krone aufsetzen.